Reduktion definiert sich als Vereinfachung, Beschränkung auf das Wichtigste oder Zurückführen auf ein geringeres Maß. Was fü̈r den einen Lebensphilosophie ist, kann für den anderen Notwendigkeit sein, die sich aus den sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen ergibt. Aktuell beschäftigt uns in diesem Zusammenhang sicher die Frage nach Energie und dem Umgang mit Ressourcen.
Die 6 KünstlerInnen der Ausstellung haben sich mit der Frage konfrontiert, was Reduktion in ihrer künstlerischen Arbeit sowohl formal als auch inhaltlich bedeutet, inwieweit weniger tatsächlich mehr sein kann. So entsteht durch die Reduktion in der Form, durch Wiederholung und Kombination eine unglaubliche Vielfalt. Die einfache Tusche-Linie, als reduziertes Ausdrucksmittel, wird zum Seismograph des Selbst. Der Verzicht auf aufwändige Materialien eröffnet neue künstlerische Ausdrucksformen. Die Suche nach dem Wesentlichen wird selbst zum Gegenstand der Arbeit und spiegelt sich in Herangehensweise und Konzept.
PROGRAMM
Moderierter Rundgang mit KünstlerInnengespräch
Sonntag, 18.12.2022, um 14.30 Uhr
Moderierter Rundgang: Anne-Kathrin Auel M.A., Kunstwissenschaftlerin